T_wie Trauer …
Nein! Toffee spricht nicht mehr. Sie wird nie wieder sprechen …
Kein ganzes halbes Jahr hat Toffee, unser lieber Schatz, nach Entfernung der Milz mit Tumor noch gelebt. Bis Ostern schien es so, als würde sie es schaffen, ohne Milz zu leben. Sie bekam Komplimente, wie gut sie sich erholt hätte. Doch nach Ostern wendete sich das Blatt: 19. Mai 2025 stirbt Toffee mit ärztlichem Beistand. Sie hat nicht lange gelitten.
Es fällt mir unendlich schwer, dies alles zu schreiben.
Ein Milztumor ist keine seltene Diagnose und Todesursache beim Hund. Ich werde demnächst noch einen Erfahrungsbericht hier veröffentlichen. Den schreibe ich auf der Grundlage eines Tagesbuches, das ich nach der OP am 30. Januar für Toffee angelegt hatte, um im Notfall einem Tierarzt ganz genau schildern zu können, wie die Tage zuvor verlaufen waren, was ich beobachten konnte, was ich gefüttert habe etc.
Das mit dem Tagebuch war eine gute Idee! Man will manches verdrängen oder vergisst es im Stress, beim Arzt zu erwähnen.
Meine Motivation: Vielleicht kann der ein oder andere Leser aus diesem Erfahrungsbericht doch etwas ableiten und dem eigenen Hund dadurch noch besser beistehen.
Kein ganzes halbes Jahr hatten wir – Toffee meine Seelenhündin und ich – noch gemeinsam nach der Milz-OP. Es war eine gemeinsame Zeit mit Höhen und Tiefen und voller Liebe. Weil mir jetzt doch wieder die Worte fehlen, zitiere ich einen Text, der gut zum bisherigen Erzähl-Stil des Toffee-Blogs passt. Der Titel lautet:
„Wenn es soweit ist“ von Helga Niggeloh
Bin ich dereinst gebrechlich und schwach,
und quälende Pein hält ständig mich wach,
was Du dann tun musst – tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.
Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag – mehr als jemals geschehen –
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.
Wir lebten zusammen, in den Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur – bitte bleib bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und rede mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.
Mit der Zeit – ich bin sicher – wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal.
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist, der
Herr dieser schweren Entscheidung.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.
Wir haben Toffees Körper nicht in der Klinik gelassen. Wir haben ihn mitgenommen Nachhause und einen Tier-Bestatter angerufen. Der kam relativ zeitnah, um Toffees Körper abzuholen. Es blieb uns genug Zeit der Stille. Das war gut so! Der Bestatter informierte uns, dass Toffees Körper drei Tage später eingeäschert worden ist. Im kommenden Frühjahr werden um ihr Grab herum die Gänseblümchen wieder prachtvoll blühen.
Jetzt weine ich wieder… und gräme mich doch … Was hätte ich besser machen können? Heute weiß ich, dass fast jeder, der mit einem geliebten Haustier eine solche Erfahrung macht, sich diese Frage stellt. Ein kleiner Trost. Am Ende muss ich es akzeptieren, wie es war: Toffees Lebenszeit war abgelaufen.
Freunde haben dies geschickt:



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